Freitag, 1. Oktober 2010, 20 Uhr
Eröffnungsveranstaltung
Zentrum an der Halle Ostfildern
Paolo Perezzani "Au bord du sens"Wer
singt, sucht ein Gegenüber. Wer musiziert, schafft einen Raum, in dem Hörer und
Musiker vereint sind. In seiner Komposition für mehr als 200 Mitwirkende geht
Paolo Perezzani der Frage nach, wo der Anfang der Musik liegt, und wie sie
Gemeinschaften formt. Säuseln und Zischen, Rufe und Impulse lässt er wie
elektronische Musik durch den Raum kreisen. Sein Stück beginnt bereits in der
Ostfilderner Innenstadt. Im Zentrum des Abends aber steht
Thauma – das
Wunderbare.
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Samstag, 2. Oktober 2010, 12 Uhr
Innenstadt Esslingen
Johannes Kreidler "Arbeitsmarktplatz Esslingen - Musik für alle, Vermittlung vermittelt, Tragodie des Hörens, erste Roboterdemonstration." In Esslingen wurde 1894
das erste Arbeitsamt gegründet. Der in Esslingen geborene
Johannes Kreidler
nimmt dieses historische Faktum und reflektiert es in die Zukunft. Es entstehen
musikalische Bilder über ein "zu viel" und ein "zu wenig" an Arbeit, über die
Dauer von Arbeitszeit und den Mythos der Vollbeschäftigung. Ein hintersinniges
Happening voller Witz und ein wenig Kulturvermittlung.
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Samstag, 2. Oktober 2010, 16 Uhr
AusstellungseröffnungBacknanger Bürgerhaus, Fritz-Schweitzer-Saal
Mario Verandi "Road to Backnang"
Road to Backnang erzählt Geschichten vom Aufbruch und vom Ankommen in einem
fremden Land. Menschen mit Migrationshintergrund, die mit ihren Familien in
Backnang leben, haben dem Komponisten Mario Verandi Einblick ins Familienalbum
gegeben – in Form einer Klanginstallation mit Bläserquartett darf man ihren
Erlebnissen nachspüren.
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Samstag, 2. Oktober 2010, 19 Uhr
Rechberghausen
Gordon Kampe "Chamäleons und Pelikane"Als
Kolumbus mit dem Schiff nach Indien aufbrach, entdeckte er Amerika.
Gordon
Kampe brach mit der Schwäbischen Eisenbahn in die Zukunft auf – und entdeckte
Rechberghausen. Ein Parcours entlang unheimlicher Orte, eine Chamäleontheorie
und ein Schatz im Sommertraumsee.
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Sonntag, 3. Oktober 2010, 14 Uhr
Marienkapelle der JVA Gotteszell in Schwäbisch Gmünd
Niklas Seidl "Nachbarie (2010)"Welchen
Gesetzen folgt das Zusammenleben in der
Nachbarschaft? Ein
Trio junger
Theaterschaffender untersucht das Zusammenleben unter "verschärften
Bedingungen": Gemeinsam mit Inhaftierten der
JVA Gotteszell springen sie "über
den Zaun der Nachbarie" und verarbeiten die Erfahrungen hinter Gittern in einer
Musikperformance mit Video.
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Sonntag, 3. Oktober 2010, 17 Uhr
Burgruine Hohenstaufen bei Göppingen
Sergej Newski "Dolze mio drudo"Gleich
mehrere "
Marching Bands" begeben sich auf die Spuren Friedrichs II. von
Hohenstaufen.
Friedrich der Große war ein gelehrter Monarch, der Kontakte rund
um den Globus pflegte und auch selbst dichterische Versuche unternahm. Der
russische Komponist
Sergej Newski verarbeitet Gedichte Friedrichs nach Manier
der Renaissancemeister – erweitert um die Techniken der Avantgarde. Eine
musikalische Ruinenbesteigung.
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Dienstag, 5. Oktober 2010 bis Donnerstag, 7. Oktober 2010, 17-20 Uhr
Klett Areal Stuttgart
Hannes Seidl / Daniel Kötter "Galerie"Bücher
des Klett Verlages hatte wohl jedes deutsche Schulkind schon einmal in der
Hand. Was aber geschieht hinter den Verlagstüren, sobald die Büros verlassen
sind? Ein labyrinthischer Parcours, den Videokünstler
Daniel Kötter und Komponist
Hannes Seidl gemeinsam mit Verlagsmitarbeitern erarbeitet haben, erzählt vom
geheimen Leben der Bürostühle und Kaffeemaschinen, der Zimmerpflanzen und
Drucker. An welchen Büchern schreiben sie?
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Mittwoch, 6. Oktober, 20 Uhr
Theaterhaus Stuttgart
Musiktheater von Matteo Francescini und César CamareroIl GridarioEin
trentinischer Fürstbischof unterdrückt sein Volk mit strengen Gesetzen. In Form
eines Soprans und eines Männerchores treffen die unterschiedlichen Welten
aufeinander. Das "Tagebuch eines Schreis" verfolgt den Weg eines einsamen
Protagonisten, der zwischen beiden Welten hin- und hergerissen ist. Eine
Kurzoper, die kurz zuvor bei der Biennale di Venezia uraufgeführt wurde.
En la medida de las cosasFür
den spanischen Komponisten César Camarero entsteht die Musik aus der engen
Kenntnis und Zusammenarbeit zwischen Komponist und Interpret. Auf Grundlage von
zwei Gedichten der argentinischen Schriftstellerin María Negroni hat er ein
poetisches, musiktheatralisches Stück geschaffen, das sich "soweit möglich" –
so der spanische Titel auf deutsch – in den Raum hineinwagt, der sich zwischen
Kunst und Leben, Geschichte und Augenblick eröffnet.
im Rahmen von ENPARTS, einer europäischen Kooperation von Musik der Jahrhunderte mit der Biennale Venedig und mit musicadhoy Madrid
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Donnerstag, 7. Oktober 10 Uhr bis Freitag, 8. Oktober 2010, 18 Uhr
Ditzingen
Maximilian Marcoll "Umverteilung"Über
mehrere Wochen ist
Max Marcoll in
Ditzingen auf Klangspurensuche gegangen, hat
Klangvermögen geortet und akustisches Prekariat aufgespürt. Mit Hilfe der
Technik überträgt Marcoll seine Funde an Orte fern der Ursprungsgquelle und
verwandelt die Ditzinger Kernstadt für 32 Stunden mit subversiver
künstlerischer Wertschöpfung.
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Donnerstag, 7. Oktober 2010, 17:30 Uhr
Südseite Theaterhaus
Sandeep Bhagwati: "Atish-e-Zaban"Feuerzungen
und Liebeslyrik, Songs und Comprovisationen verspricht der aus Indien stammende
Komponist Sandeep Bhagwati: er greift die populären Gedichte eines
pakistanischen Lyrikers auf und setzt sie in Bezug zu aktuellen politischen
Situationen.
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Donnerstag, 7. Oktober 2010, 20 Uhr
Reithalle in der Karlskaserne Ludwigsburg
Werner Cee "Alltags(Ver)Dichtung in Ludwigsburg"Mit
offenen Ohren, Mikrophonen und Kameraaugen hat der Medienkünstler
Werner Cee
Ludwigsburg erforscht. In einer Live-Performance mischt er seine
Ludwigsburger
Klangbibliothek live zu einem multimedialen Stadtporträt. Unterstützt wird er
dabei durch namhafte Improvisationskünstler, die das Environment
zukunftsträchtig mitgestalten.
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Freitag, 8. Oktober 2010, 18 Uhr
Marktplatz Waiblingen
Christoph Ogiermann "StadtKLANK"Das
Bremer Musiktheatertrio
KLANK übersetzt den Stadtraum Waiblingen in eine
Partitur. Über 400 Musiker wirken am
Sternmarsch in Richtung Marktplatz mit, wo
die Aufführung in einem gewaltigen
Cluster kulminiert.
Im Rahmen von "Waiblingen leuchtet!"
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Samstag, 9. Oktober 2010, 15 und 17 Uhr
Gemeindehalle Neckargröningen
Annesley Black "SCHLAEGERMUSIK"In einem sportiven Musikstück entwickeln die Komponistin Annesley Black und die Performancekünstlerin Hazel Meyer aus einem einfachen Badmintonspiel einen Blick in das Innenleben der Stadt Remseck am Neckar. Sie haben Sportler der SGV Hochdorf in Arbeit und Freizeit begleitet und erzählen feder(ball)leicht und musikalisch von ihren Erfahrungen. Spiel, Satz, Musik.
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Samstag, 9. Oktober 2010, 20 Uhr
Steinturnhalle Leonberg
Alan Hilario "sini(n)gang mix."Die
Aufführung der Gruppe
kina manang um den philippinischen Komponisten
Alan
Hilario vereint Schattenspiel, Musikperformance und Kochshow. Gemeinsam mit
Bürgern der Stadt
Leonberg erarbeiten sie ein Fest, indem musikalische und
kulinarische Genüsse bruchlos ineinander übergehen.
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Sonntag, 10. Oktober 2010, 19 Uhr
Theaterhaus Stuttgart
Abschlusskonzert ZukunftsmusikFreizeitspektakelFreizeitspektakel
verspricht Aktiverholung für Darsteller und Publikum:
Daniel Kötter und
Hannes
Seidl haben die
Neuen Vocalsolisten in ihrem Alltag begleitet und daraus eine
Musiktheater-/Videoperformance entwickelt, in der sich Arbeits- und
Freizeitwelt permanent überlagern. Übliche Zwänge wurden ausgehebelt, denn es
gilt die Maxime: "Arbeiten sie nie"!
Video der Uraufführung von Freizeitspektakel bei der Biennale VenedigAl-Ganyy
Rupert
Huber verwandelt ein
arabisches, kalligraphisches Schriftzeichen in ein
Chorstück. Aus einem vielstimmigen Klangkontinuum und dem Tönen hunderter
Schlaginstrumente entsteht ein vielfarbig schillerndes Chorstück.
2091
Die
Irin
Jennifer Walshe eröffnet einen Blick in das Stuttgart des Jahres 2091.
Seit den letzten geoklimatischen Veränderungen ist Stuttgart der nördlichste
Außenposten der Zivilisation. Weitgehend abgeschnitten vom Rest der Welt
errichtet eine elitäre Wissenschaftlergruppe die Forschungsstation AIMercBenz. In
der Einsamkeit des Nordens entwickeln sie die Vision, dass die Lösung der
Welträtsel in der Pop-Kultur des ausgehenden 20. Jahrhunderts zu finden sei.
Nachdem die Station sich selbst in Quarantäne begeben hat und pankontinentale
Reaktionsgruppen ihr Zentrum stürmen, finden sie keinerlei Spuren menschlichen
Lebens.
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